Chung wirft FIFA-Kontrolleuren "Wahlbetrug" vor

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SID-IMAGES/AFP / JUNG YEON-JE / STF
Seoul (SID) - Im Machtkampf um das Präsidenten-Amt beim Fußball-Weltverband FIFA bleibt der südkoreanische Kandidat Chung Mong-Joon auf Konfrontationskurs zu den Institutionen. Wegen der Ablehnung seiner Forderung nach einem Verfahren gegen Asiens Kontinentalverband AFC hat der Milliardär dem FIFA-Wahlkomitee die "Verschleierung eines Wahlbetruges" vorgeworfen.
Chungs Attacken bedeuten eine weitere Eskalation in der Auseinandersetzung über einen Brief von AFC-Boss Scheich Salman bin Ibrahim Al Khalifa (Kuwait) an die kontinentalen Mitgliedsverbände mit der Empfehlung einer Wahl von Chungs Rivale und Europaverbands-Chef Michel Platini (Frankreich). Eine Beschwerde des Koreaners wegen vermeintlicher "Wahlmanipulation" wies das zuständige FIFA-Gremium mit der Begründung zurück, dass Scheich Salmans Schreiben keine Verletzung der Wahlkampf-Regularien darstellen würde.
Im Verlauf seiner bisherigen Kampagne für die Nachfolge des abtretenden FIFA-Bosses Joseph S. Blatter (Schweiz) hat Chung schon mehrfach die FIFA attackiert. Kurz nach Anmeldung seiner Kandidatur aufgekommene Berichte über angebliche FIFA-Korruptionsermittlungen wegen seines 777-Millionen-Dollar-Angebotes an den Weltverband als Gegenleistung für den letztlich nicht erfolgten Zuschlag für sein Heimatland Südkorea als Gastgeber der WM-Endrunde 2022 bezeichnete Chung als gezielten Versuch der Diskreditierung seiner Person.
Chung ist einer von derzeit drei offiziellen Bewerbern für die Blatter-Nachfolge. Neben dem Sprössling einer der größten Industriellen-Dynastien Südkoreas und früheren FIFA-Vizepräsidenten kandidieren auch UEFA-Chef Platini und der ehemalige Blatter-Herausforderer Prinz Ali bin Al Hussein (Jordanien) für den FIFA-Präsidentenposten. Darüber hinaus haben auch Brasiliens Ikone Zico, Liberias Verbandschef Musa Bility, David Nakhid aus Trinidad und Tobago sowie der Nigerianer Segun Odegbami Interesse an dem Amt signalisiert.

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